Montag, 30. April 2018

Regitzer Spitz


Dieser Berg ist perfekt für eine Frühlingswanderung. Es beinhaltet alles was das Wanderherz begehrt. Schöne Alpine Wege, Weinreben, Leiterweg, tolle Aussicht und nette Menschen!
Am Ortsanfang von Fläsch, ein Weinanbauort von der Bündner Herrschaft, befindet sich ein kleiner Parkplatz, gemacht für uns Wanderer. Von hier aus starte ich und gehe direkt links weck und folge den Frühlings wiesen.

dann gleich mal mitten durch die Weinfelder hoch und schon ist man auf dem Weg Richtung Leiterliweg. Aber hier schon gibt es die erste Warnung vor Steinschlag.

Ist im Februar 2018 aufgestellt worden also noch frisch und aktuell. Ganz alleine und einsam wandere ich den Weg entlang. O da ist doch noch ein Wegbegleiter.

Leider konnte der Kamerad nicht mit mir mithalten. Ich laufe also einen Teil wieder alleine den Weinwanderweg entlang. Hmm muss man beim Weinwanderweg eigentlich auch ne Flasche Wein dabei haben?
Bald geht es dann rechts hoch in den Wald, ich folge einem kleinen Forstweg. Am Ende des Forstweges geht dann ein kleiner Wanderweg weiter. Links und rechts im Gebüsch raschelte es immer und ich wusste ich bin nicht alleine hier.


Überall sieht und spürt man den Frühling.

Bevor man dann zu den Leitern kommt, kommt man auch noch einer alten Schweizer Militäranlage vorbei. Der ganze Berg ist voll von alten und neuen Schweizer Militäranlagen.

Das Highlight der Wanderung folgt gleich, der Leiterliweg. Über einen kleinen Klettersteig und zwei Leitern geht es nun hoch.



Oben angekommen erwartet uns eine wunderschöne Alpenwiese. Diese wird rasch überquert und man taucht auf der anderen Seite wieder in den Wald hinein. Unterhalb des Guschaspitz geht der Weg vorbei an einer erneuten Militäranlage der Schweizer.

Auf der anderen Seite des Guschaspitz eröffnet sich uns eine Wiese und ein Blick auf unser Ziel.

Auf der anderen Seite, hinter den Bäumen, ist das Ziel. Also Ziel anvisieren und los geht es! Aber trotzdem noch ein Blick in die Wiesen begeben, sonst übersieht man was.

Rasch ist man auf der anderen Seite und kann die Aussicht genießen.
Regitzer Spitz
Tolle Aussicht.


zurück folgen wir nun immer den Wegweisern Fläsch. Man kommt auch wieder an Militäranlagen vorbei. Und dieses mal auch an einer gerade besetzten, betriebene.

Die Soldaten waren sehr gut gelaunt und gaben mir den Tip nicht über den direkten weg nach Fläsch hinunter zu gehen, sondern den etwas längeren weg zu nehmen. Er sei im Moment sehr gefährlich wegen Steinschlages.

Ne keine Kapelle, eine weitere Militäranlage. rechts würde der von mir geplanten Weg hinunter gehen, links bzw hinter dem Gebäude die etwas längere Weg nach Fläsch.

Also wandere ich weiter Richtung Malutsch und dann nach Fläsch. Ab und zu hatt man eine Tolle Aussicht auf Bad Ragaz.

In Fläsch angekommen empfiehlt sich der Weg durch Fläsch durch zunehmen. Es ist ein wunderschöner kleiner alter Ort.
Im großen und ganzen ist es eine Sehr schöne Wanderung und ist vom Lutzisteig auch sehr gut mit dem Rad zu erreichen!

Km 13,11
gemütliche 4 Stunden
Aufstieg 825m Abstieg 821m
Einkehrmöglichkeiten sind mir keine bekannt.


Monte Astu Korsika


Der Monte Astu ist laut den vielen Beschreibungen einer der schönsten Gipfel von Korsika. Ein würdiger Vertreter für den Monte Cinto, denn ich ja Schneelage technisch nicht besteigen konnte. Ich muss sagen, er ist wirklich wunderschön. Vor allem wenn man ihn für sich ganz alleine hat, so wie ich es hatte.
Schon der Start der Wanderung ist atemberaubend. Er beginnt in einem malerischen Korsischem Bergdorf, Lama.

Die Wanderung beginnt bei einem kleinen Parkplatz vor der Dorfkirche.

Zuerst geht man mitten durch das idyllisches Lama.

Die Wegmarkierung ist nicht immer leicht zu finden.

Nach wenigen Minuten, ist man bereits oberhalb von Lama. Der Ausblick ist hier schon Atemberaubend.

Es geht gleich zünftig auf einem schönen Alpinenweg hoch, dem Ziel entgegen.

Immer wieder wird von einer Giftpflanze gewarnt, sie soll Verbrennungen an der Haut verursachen. Ich hab es ausnahmsweise nicht ausprobiert.

Der Weg ist genial schön und romantisch.

Wenn man die Alpe erreicht hat, hat man schon fast den halben Weg hinter sich.

Hier hatte es noch Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das Wasser ist gefroren und die ersten kleine Schneefelder sind hier zu finden.

Von nun an geht es recht zackig hoch, es liegt noch recht viel Schnee und die Wegfindung wird schwer. Zum grössten Teil gehe ich nach Gefühl hoch.

Die letzten Meter sind zum klettern, nicht ganz einfach da der Fels gefroren ist.

Dann steht man auf dem Gipfelkreuz und ist fasziniert von dem Ausblick.
Monte Astu



Der Abstieg über diese Kletterstelle ist nicht ganz ohne, da alles Eisglatt war. Aber die Mühen haben sich gelohnt!
Blick zurück zum Gipfel mit meinen einsamen Spuren.

Ich glaub das ich seit längerem der erste war, der diesen Berg mal wieder besucht hatt.
Der Abstieg geht über den gleichen Weg zurück.
Die Alpe von oben gesehen.
Auf der Rechte Seite dieses Bergrückens geht der Weg zurück nach Lama.
Trotz der kälte oben gibt es auch schon kleine Blümchen zusehen.

Der Abstieg geht mir viel zu schnell, Es war ne wunderschöne Wanderung. In der Hauptsaison ist hier sicherlich sehr viel los. Doch jetzt, außerhalb der Hauptsaison, war diese Wanderung ein Traum. So alleine war ich selten in den Bergen. Falls ich wieder nach Korsika komme, werde ich diesen Berg sicherlich wieder Besuchen.

Dauer: gemütliche 6 Stunden
Länge: ca. 13km
Höhenunterschied ca 1080 m



Dienstag, 13. März 2018

Erste kleine Wanderung in Korsika, Revellata


Die Wetterprognosen waren nicht so gut, es soll den ganzen Tag regnen. Na gut sagte ich mir, watschle ich halt durch Calvi und mach bei der Gelegenheit beim Touristenbüro halt! Die Dame in besagten Büro war sehr nett und empfahl mir ne Leuchtturm-Wanderung, doch Wanderungen außerhalb von Calvi, konnte oder wollte sie mir nicht empfehlen. Aber diese Leuchtturm - Wanderung klang für mich mal interessant, die nahm ich mir für den Nachmittag vor.
Aber erstmal sehe ich mir Calvi bzw. die Zitadelle von Calvi an.
Zidatella Calvi, direkt von meinen Hotel aus
Es geht durch enge Gassen, wo man viele versteckten Sachen findet.

Hier die Zitadelle von der anderen Seite
Am Meer entlang durch den Hafen und unter der Zitadelle befindet sich noch ein kleiner Leuchtturm.

Und da entdeckte ich einen kleinen Weg hoch zur Zitadelle. Den musste ich mir natürlich gleichmal aus der nähe ansehen.


Und schwuppdiwupp war ich oben auf der Zitadelle. Hier gab es wieder schöne verwinkelte Gassen!


Natürlich auch ne Kirche, rein gucken ist da ja schon fast Pflicht!


Die Aussicht von hier oben ist grandios!

Das Wetter, trotz Regen voraussage, man sieht es auf den Fotos, immer noch strahlend schön. Also stärkte ich mich im Hafen von Calvi mit 1 kg Austern und ner Schale Pommes, das Glas Wein durfte natürlich auch nicht fehlen. Dann ging es gestärkt los zur empfohlenen Leuchtturm-Wanderung.

Man startet von einem kleinen Parkplatz von der Küstenstraße aus, man kann auf dem Foto, ganz vorne rechts den Leuchtturm schon erkennen. Auf einen kleinen Güterweg geht es erst mal runter. Ausgeschildert ist diese Wanderung nicht gut. Also folgte ich einfach einen kleinen Pfad Richtung Ufer, der schien mir interessanter als der langweilige Güterweg.


Es geht schnell hinunter und man steht vor dem türkis blauen Meer!

Von nun an geht die Wanderung immer dem Ufer entlang und ich entdeckte viele kleine Buchten.

Ich konnte der Versuchung einfach nicht widerstehen und hüpfte mal kurz in das etwas kühle Meer! So wie Gott mich schuf, was soll's, die Franzosen sind eh nicht prüde! 😊 😊😜 Und gesehen hat mich eh keiner, war ja alleine unterwegs.
Es war nicht mal so eine große Überwindung bis man im Wasser ist, wenn man mal drinnen war kam es mir gar nicht mehr so kalt vor. Doch als ich wieder raus ging, verfluchte ich meine blödsinnige kindische Idee! brr war das kalt! Schnell abtrocknen und ab in die Kleidung! Ich lief jetzt mal etwas schneller bis mir warm war.
So ne Wanderung am Meer hat schon was!


Die Zeit vergeht hier wie im Fluge, es gibt soviel zusehen und zu entdecken. Ich glaube in einem Monat oder so, würde es hier noch viel schöner sein!

Ich war etwas enttäuscht als ich dann beim Leuchtturm stand, es ging mir etwas zu schnell.

Für den Rückweg blieben mir zwei Möglichkeiten. Den gleichen Weg nehmen, oder den Güterweg zurück folgen. Ich nahm Option drei, Querfeldein zurück! Was man da alles sieht und erlebt!

Auf der anderen Seite der Landzunge war ne Steilküste und das Meer tobte unter mir. Leider sieht man auf dem Foto nicht mit welcher Kraft das Meer an die Felsen gepeitscht wurde.

Blick zurück, sieht schon toll aus! Das was ich dann inmitten von der Wildnis fand, war auch irgendwie toll.

Keine Ahnung wie das hier hin gekommen ist, oder wie lange es hier schon steht. Doch irgenwie passte es total hier her!
Da unten verläuft der Normalweg, doch hier oben ist es viel schöner!

Ich laufe immer oberhalb des Normal Weges entlang mitten durch das Gestrüpp.

Irgenwie ging es wieder viel zu schnell und ich war wieder am Ausgangspunkt. Vom vorausgesagtem Regen immer noch nichts zusehen.

Eine sehr schöne Wanderung! Gar nicht Anstrengend und sehr abwechslungsreich. Gesamt war ich ca 3 Stunden unterwegs, mit vielen kleinen Pausen. Die Strecke war 10,10 km lang und ich bekam doch 415 Höhenmeter rauf und wieder runter zusammen. Hat mich dann doch etwas überrascht das es schließlich soviel Höhenmeter wurden!