Mittwoch, 2. Mai 2018

Hohenemser Geheimwege, Äuelegrat, Bepposteig, Wandfluhgrat und über Eselstreppe heim


Hohenems ist von Grund aus ne Geheimnisvolle Stadt und seit jeher mit geheimnisvollen Menschen gesegnet. Seit der Gründung von Ems, ist dieser Ort voller Geheimnisse, eins der noch ungelösten Geheimnisse ist der Aufenthaltsort des Goldenen Kegelspiels. Bei Renovierungsarbeiten auf der Ruine Alt Ems wird ja immer wieder goldener Schmuck gefunden (zuletzt 2016), wer weiß wann es endlich soweit ist und auch das Sagen umwobene goldene Kegelspiel gefunden wird? Passend dazu gibt es in Hohenems noch zahlreiche Geheimwege in die Berge.
Ein paar davon, bin ich hier mit wundervollen netten und sehr sympatischen Menschen abgelaufen. Carola, Otto, Lukas, Gisela und Marc.

Gestartet sind wir von der Parzelle Ledi, beim Schießstand gibt es ein Parkplatz für Wanderer.  Man läuft Richtung Alpe Gsohl und, wenn man weiss wo, findet man den Einstieg in den Äuelegratweg. Da geht es dann gleich sehr zünftig hoch.

Es geht erst mal ein bisschen durch den wald, bis man dann auf dem Grat steht. Schwindelfreiheit sollte hier Voraussetzung sein. :-)

Man macht hier gehörig Höhenmeter, es geht fast nur steil Bergauf.
Blick zurück, alle noch da!
Ohne große Verschnaufpause geht es gleich dem Beppo Steig hoch.


Oberhalb des Beppo Steiges geht es dann auf Normalweg weiter Richtung Luchsfalle, hier begutachteten wir noch ne kleine Höhle.

Am Ende Der Luchsfalle gehen wir dann Richtung Hohenemser Hütte weiter.
Luchsfalle
Ohne  Probleme finden wir den Einstieg zum Wandfluhgrat.

Es geht da gleich mal kräftig hoch.

Freies Klettern Stufe 2 sollte kein Problem sein!!

Am Ende des Wandfluhgrates wartet eine verdiente Erfrischung in der Naturfreunde Hütte, der Emser Hütte.
Runter folgen wir dem Stuharotelweg der zurück bis zur Hohenemser Reute führen würde, wir nehmen aber den sogenannten Eseltreppenweg der uns zum Schießstand von Hohenems zurück führt.

wir brauchten für die ca 10km, gemütliche 6 stunden.
Aufstieg 979m
 abstieg 967m


Montag, 30. April 2018

Regitzer Spitz


Dieser Berg ist perfekt für eine Frühlingswanderung. Es beinhaltet alles was das Wanderherz begehrt. Schöne Alpine Wege, Weinreben, Leiterweg, tolle Aussicht und nette Menschen!
Am Ortsanfang von Fläsch, ein Weinanbauort von der Bündner Herrschaft, befindet sich ein kleiner Parkplatz, gemacht für uns Wanderer. Von hier aus starte ich und gehe direkt links weck und folge den Frühlings wiesen.

dann gleich mal mitten durch die Weinfelder hoch und schon ist man auf dem Weg Richtung Leiterliweg. Aber hier schon gibt es die erste Warnung vor Steinschlag.

Ist im Februar 2018 aufgestellt worden also noch frisch und aktuell. Ganz alleine und einsam wandere ich den Weg entlang. O da ist doch noch ein Wegbegleiter.

Leider konnte der Kamerad nicht mit mir mithalten. Ich laufe also einen Teil wieder alleine den Weinwanderweg entlang. Hmm muss man beim Weinwanderweg eigentlich auch ne Flasche Wein dabei haben?
Bald geht es dann rechts hoch in den Wald, ich folge einem kleinen Forstweg. Am Ende des Forstweges geht dann ein kleiner Wanderweg weiter. Links und rechts im Gebüsch raschelte es immer und ich wusste ich bin nicht alleine hier.


Überall sieht und spürt man den Frühling.

Bevor man dann zu den Leitern kommt, kommt man auch noch einer alten Schweizer Militäranlage vorbei. Der ganze Berg ist voll von alten und neuen Schweizer Militäranlagen.

Das Highlight der Wanderung folgt gleich, der Leiterliweg. Über einen kleinen Klettersteig und zwei Leitern geht es nun hoch.



Oben angekommen erwartet uns eine wunderschöne Alpenwiese. Diese wird rasch überquert und man taucht auf der anderen Seite wieder in den Wald hinein. Unterhalb des Guschaspitz geht der Weg vorbei an einer erneuten Militäranlage der Schweizer.

Auf der anderen Seite des Guschaspitz eröffnet sich uns eine Wiese und ein Blick auf unser Ziel.

Auf der anderen Seite, hinter den Bäumen, ist das Ziel. Also Ziel anvisieren und los geht es! Aber trotzdem noch ein Blick in die Wiesen begeben, sonst übersieht man was.

Rasch ist man auf der anderen Seite und kann die Aussicht genießen.
Regitzer Spitz
Tolle Aussicht.


zurück folgen wir nun immer den Wegweisern Fläsch. Man kommt auch wieder an Militäranlagen vorbei. Und dieses mal auch an einer gerade besetzten, betriebene.

Die Soldaten waren sehr gut gelaunt und gaben mir den Tip nicht über den direkten weg nach Fläsch hinunter zu gehen, sondern den etwas längeren weg zu nehmen. Er sei im Moment sehr gefährlich wegen Steinschlages.

Ne keine Kapelle, eine weitere Militäranlage. rechts würde der von mir geplanten Weg hinunter gehen, links bzw hinter dem Gebäude die etwas längere Weg nach Fläsch.

Also wandere ich weiter Richtung Malutsch und dann nach Fläsch. Ab und zu hatt man eine Tolle Aussicht auf Bad Ragaz.

In Fläsch angekommen empfiehlt sich der Weg durch Fläsch durch zunehmen. Es ist ein wunderschöner kleiner alter Ort.
Im großen und ganzen ist es eine Sehr schöne Wanderung und ist vom Lutzisteig auch sehr gut mit dem Rad zu erreichen!

Km 13,11
gemütliche 4 Stunden
Aufstieg 825m Abstieg 821m
Einkehrmöglichkeiten sind mir keine bekannt.


Monte Astu Korsika


Der Monte Astu ist laut den vielen Beschreibungen einer der schönsten Gipfel von Korsika. Ein würdiger Vertreter für den Monte Cinto, denn ich ja Schneelage technisch nicht besteigen konnte. Ich muss sagen, er ist wirklich wunderschön. Vor allem wenn man ihn für sich ganz alleine hat, so wie ich es hatte.
Schon der Start der Wanderung ist atemberaubend. Er beginnt in einem malerischen Korsischem Bergdorf, Lama.

Die Wanderung beginnt bei einem kleinen Parkplatz vor der Dorfkirche.

Zuerst geht man mitten durch das idyllisches Lama.

Die Wegmarkierung ist nicht immer leicht zu finden.

Nach wenigen Minuten, ist man bereits oberhalb von Lama. Der Ausblick ist hier schon Atemberaubend.

Es geht gleich zünftig auf einem schönen Alpinenweg hoch, dem Ziel entgegen.

Immer wieder wird von einer Giftpflanze gewarnt, sie soll Verbrennungen an der Haut verursachen. Ich hab es ausnahmsweise nicht ausprobiert.

Der Weg ist genial schön und romantisch.

Wenn man die Alpe erreicht hat, hat man schon fast den halben Weg hinter sich.

Hier hatte es noch Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das Wasser ist gefroren und die ersten kleine Schneefelder sind hier zu finden.

Von nun an geht es recht zackig hoch, es liegt noch recht viel Schnee und die Wegfindung wird schwer. Zum grössten Teil gehe ich nach Gefühl hoch.

Die letzten Meter sind zum klettern, nicht ganz einfach da der Fels gefroren ist.

Dann steht man auf dem Gipfelkreuz und ist fasziniert von dem Ausblick.
Monte Astu



Der Abstieg über diese Kletterstelle ist nicht ganz ohne, da alles Eisglatt war. Aber die Mühen haben sich gelohnt!
Blick zurück zum Gipfel mit meinen einsamen Spuren.

Ich glaub das ich seit längerem der erste war, der diesen Berg mal wieder besucht hatt.
Der Abstieg geht über den gleichen Weg zurück.
Die Alpe von oben gesehen.
Auf der Rechte Seite dieses Bergrückens geht der Weg zurück nach Lama.
Trotz der kälte oben gibt es auch schon kleine Blümchen zusehen.

Der Abstieg geht mir viel zu schnell, Es war ne wunderschöne Wanderung. In der Hauptsaison ist hier sicherlich sehr viel los. Doch jetzt, außerhalb der Hauptsaison, war diese Wanderung ein Traum. So alleine war ich selten in den Bergen. Falls ich wieder nach Korsika komme, werde ich diesen Berg sicherlich wieder Besuchen.

Dauer: gemütliche 6 Stunden
Länge: ca. 13km
Höhenunterschied ca 1080 m