Montag, 8. Januar 2018

Der Guggermülli 1736m im großen Walsertal, Schneeschuhwanderung.


Kaum einer kennt diesen kleinen Gipfel, in der Nähe der Kellerspitze. Als ich diesen Sommer mal auf der Kellerspitze oben war, dachte ich mir so nebenbei, das währe doch ein schönes Ziel mit den Schneeschuhen. Tja und nun im Jänner 2018 habe ich es mal ausprobiert. Gleich als erster Gipfel des Jahres. Eines vorweg, es geht gut mit Schneeschuhen und es ist toll. Anstrengend aber toll.
Es war, obwohl es Sonntag war und gutes Wetter, eine der einsamsten Wanderungen die ich jeh gemacht habe. Nicht einem Wanderer, oder Skitourengeher bin ich begegnet. Obwohl der Berg ideal dafür währe. Lawinensicher und schön. Ok. ich gebe zu Anstrengend war es schon. Vor allem aber auch wegen dem schönen warmen Wetter und leichten Föhn. Der Schnee war nämlich butter weich und matschig. Sehr kräfte raubend da zu laufen.
Gestartet bin ich vom Wanderparkplatz Marul aus, dieser sonst großer Parkplatz ist nun im Winter winzig klein. Man marschiert der Strasse entlang hoch Richtung Formarinsee, doch gleich nach dem Gasthaus Walserklause ( Ich sollte da mal Einkehren) geht es links hoch. Der Weg zeigt Richtung Kellerspitze. Man kommt gut voran es geht auf einer geteerten Gemeindestraße hoch. Bei einer scharfen rechts kurve gibt es die Möglichkeit den Weg durch eine Wiese abzukürzen. Natürlich nützte ich diesen Weg. Er ist recht steil und bei den stellen wo noch etwas Schnee liegt, extrem rutschig. Für die Schneeschuhe war es noch zu früh.
Dieser kleine Schneerutsch soll uns wohl mahnen immer Vorsichtig zu sein.
Bald ist man aber wieder auf der Gemeindestraße und es geht weiter Richtung Ahorn bzw Richtung Kellaspitze. Die Strasse macht dann einen scharfen links knick und danach geht es bald rechts einen schmalen weg hoch. Ab hier kann man die Schneeschuhe anzuziehen.

Hier an dieser Stelle war der Schnee noch hart und gut zu laufen. Der Weg scheint nicht oft begangen zu sein. Zum Glück kannte ich den weg schon vom Sommer her, den ab und zu musste ich schon den Weg suchen.

Es geht immer weiter hoch Richtung Kellaspitz bzw die Stafelfederalpe, das ist mein nächstes Ziel.
Kurz vor der Stafelfederalpe
Das Wetter war ein Traum, aber leider zu warm und der Schnee war Butterweich. Kräftezehrend zu laufen. Aber dank des Föhns war dafür die Fernsicht genial.
Es geht vorbei an der eingeschneiten Stafelfederalpe.

Hinter der Stafelfederalpe geht normal der Wanderweg links hoch Richtung Kellaspitze. Von diesem Weg war natürlich nichts zu sehen. Ich folge einer alten Schneeschuhspur am rande des Waldes weiter hoch und komme dabei mächtig ins schwitzen. Es geht aber trotz steilem Weg rasch hoch Höhenmeter um Höhenmeter und dann stehe ich oben auf dem Grat. Rechts geht es zur Kellaspitze hoch links zu meinem Ziel dem Guggermülli.

Ich laufe kurzerhand auf dem Grat weiter meinem Ziel entgegen und schon nach wenigen Minuten stehe ich oben auf dem schon längerem nicht mehr besuchten Gipfel!
Guggermülli 1736m
Keine Spuren im Schnee! Ganz alleine Stehe ich da oben und genieße die Aussicht.
Blick auf den Hohen Frassen
Zurück geht es nicht auf exakt dem selben Weg. Ich folge nicht mehr dem steilen Aufstiegsweg hinunter zur Stafelfederalpe, sondern nehme ein etwas Flacheren auf der andere Seite des Hanges. dieser führt direkt zu einer kleinen Jagdhütte.

Auch unter der Stafelfederalpe wählte ich den Güterweg für den weiteren Abstieg. Dieser führt direkt nach Marul hinunter und war leichter zu begehen.
Auf der guten Gemeindestraße kommt man dann wieder rasch hinunter zum Wanderparkplatz.

Dauer: ca. 4,5 Stunden
Länge: 10,23km
Anstieg: 780m
Abstieg: 784m
Einkehrmöglichkeit: Gasthof Walserklause

Sonntag, 7. Januar 2018

Das war mein Wanderjahr 2017

Habe im Jhare 2017 nicht viele Wanderungen machen können, aber es waren tolle und jede für sich ein Abenteuer.
Gesamt habe ich, 17 Bergwanderungen unternommen. Dabei war ich auf 23 Berggipfel, davon sind 16 von mir persönlich zum ersten mal bestiegen worden.
Viel Spaß mit meinem kleinen Clip mit Impressionen von 2017



Dienstag, 21. November 2017

Nagelfluhkette Tag zwei, die Tour der Schmerzen.


Den Sonnenaufgang habe ich total verschlafen. Als ich aufstand und das Zelt abbaute, lachte die Sonne bereits vom Himmel herunter. Leider musste ich nach den ersten Meter Abwärts laufen gleich mal merken das mein linkes Knie wieder mal etwas verstimmt war und mir schmerzen bereitet. Egal Sagte ich zu mir, ich muss weiter, hier in der "Wildnis" gibt’s eh keine andere Möglichkeit.
Mein nächstes Gipfelziel ist rasch erreicht, den Gündleskopf 1748m.
Gündleskopf 1748m
Von hier geht es erst mal wieder ein paar Höhenmeter runter, mein Knie schmerzt hier extrem obwohl ich versuche mein Linkes Bein nicht zu belasten. Selbst beim rauf laufen auf das Rindalphorn schmerzte mein Knie. Erste Gedanken über einen Vorzeitigen Abbruch gehen mit durch den Kopf. Ich quäle mich ein bisschen den Berg hoch, ist auch relativ Steil. Immer wieder höre ich Gämse herum tollen, sehe sie aber nicht.
Als ich das Rindalphorn 1822m endlich erreichte kamen Glücksgefühle in mir auf, Toller Berg, Sensationelle Aussicht!

Nach einer kleinen Verschnaufpause und einem Schwätzchen mit einer jungen sportlich Frau, die mir beim Abstieg davon lief, ging es für mich weiter über den Gelchenwanger Kopf
Gelchwanger Kopf 1805
Von hier weg geht es mir wieder etwas besser und der Hocchgrat kommt näher. Das ist ja der vermutlich meist besuchte Gipfel der Nagelfuhkette. Man sieht es auch auf meinem Foto! Nebenbei ist es auch noch der Höchste Gipfel der Bergkette.
Hochgrat 1834m
Das Panorama hier oben ist Genial, ich verstehe die Leute die hier hoch wollen, auch wenn sie nur mit der Bahn Hochfahren!


Beim Abstieg vom Hochgrat zur Hochgratbahn schmerzt mein Knie wieder extrem und ich komme sehr langsam voran. Wieder flammten Gedanken hoch, soll ich hier abbrechen und mit der Bahn runter fahren? Sehnsüchtig blickten meine Blicke weiter in Richtung Westen. Da drüben ist die Grenze zu Österreich, da ist der Falken und der Hochhäderich! Ist nicht mehr weit weg.
Komm, sag ich zu mir selber, ich geh noch ein paar Meter und schau mal wie der Weg weiter geht! gesagt getan und ich lief ein bisschen weiter. Ohne Probleme geht es weiter. Der Weg ist für Touristen gemacht worden.

Kurz entschlossen entschied ich mich, einen Gipfel nehme ich noch, und dann kann ich immer noch umdrehen. Sobald es etwas aufwärts oder gerade dahin geht, sind auch die Schmerzen wieder weg. trotzdem gehe ich extrem vorsichtig und langsam weiter.
So quäle ich mich so langsam auf den nächsten Gipfel, den Seelekopf 1663m.
Seelekopf 1663m
Ein unscheinbarer Grashügel, aber ein Gipfel mehr. Ohne nur eine Sekunde nach zudenken ging ich weiter Richtung Heimat. Richtung Österreich. Abwärts musste ich arg die Zähne zusammen beißen. Ich beiße mich weiter durch, den Hohenfluhalpkopf 1636m und der Rohnehöhe 1641m beachte ich gar nicht. Egal ich werde diese Tour wieder wiederholen bestimmt. Dann werden auch diese Gipfel beachtet.
Mit zusammen gekniffenden Zähne schlepp ich mich weiter zum Falken 1564m.
Falken 1564m
Auf einem wunderschönen Gratweg, der zum teil Stahlseil gesichert ist, geht es weiter in Richtung Hochhäderich. Mit schmerzen im Knie schlepp ich mich vorwärts, genießen konnte ich diesen Schönen Weg leider nicht. Aber ich komme bestimmt wieder!! Erleichtert war ich als ich den Hochhäderich endlich vor mir war.
Hochhäderich 1565m
In der Hochhäderich Hütte die direkt unterhalb des Gipfels ist, genehmige ich mir ein Essen und entdecke direkt über dem Eingang ein cooles Vogelnest.

Schon cool was man alles erleben kann auf einer Wanderung.
Auf direkten Weg gehe ich nun hinunter nach Hittisau von wo ich mich mit dem Öffi hinaus ins Rheintal fahren lasse.

Einkehrmöglichkeiten; Hochhäderich Hütte und Hochbergbahn.
Dauer ca: 7 Stunden






Dienstag, 14. November 2017

Nagelfluhkette Tag Eins



Es war, für mich, das Highlight des Jahres 2017. Schon lange stand dies Tour auf meiner Wunschliste und nun konnte ich mir dieses endlich erfüllen. Diese Gebirgskette ist ca  20 km lang und erstreckt sich vom Deutschen Immenstadt bis zum Österreichischen Hochhäderich. Das besondere dieser Bergkette ist ihr Gestein. Der Nagelfluh, diese Gesteinsschichten sind nichts anderes als von den Gletschern der Eiszeit aufgehäufte Moränen. Der darin befindlichen Sand bindet dabei die abgerundeten Steine so gut zusammen wie Beton.
Morgens fuhr ich mit dem Zug nach Immenstadt. Direkt am Bahnhof Immenstadt begann mein kleines Abenteuer. Das Wetter war so lala mal Sonne, mal Wolken mit kurzem Regenschauer. Des öfteren am Tag wurde ich etwas Nass, erst am späten Abend wurde das Wetter deutlich besser.
Vom Bahnhof Immenstadt ging es direkt zur Mittagsbahn, die is ca 10 min vom Bahnhof entfernt. gleich hinter der Talstation des Mittagsberges geht ein kleiner Fussweg hoch zum Berg, Ich war da ganz alleine unterwegs.

Ab und zu hat man von diesem Weg, eine tolle Aussicht auf Immenstadt.
 
Es geht vorbei an der Alpe Hochried.


Leider geht von hier nur noch ein Güterweg hoch zum Mittagberg. Ist etwas fad zu laufen, auch hier war ich fast alleine unterwegs.
Schöner Blick ins Tal hinunter


Immer wieder gab es kurze Regenschauer.

Bei der Schwanden Alm musste ich mich sogar mal für 20 min Unterstellen da es sehr heftig Regnete.
Aber dafür hatte man immer, bedingt durch die klaren Luft, eine tolle Aussichten.

Oben auf dem Ersten Gipfel der Nagelfluhkette angekommen, ist es eher unspektakulär. Aber es gibt bedingt durch die Bahn die hier heraufführt mehr Menschen.
Mittagberg 1451m

Aber die Aussicht ist Genial da oben.

Lange halt ich mich da oben aber nicht auf. Es geht weiter, hab noch was vor heute.
Vorbei am offenen Tor zur anderen Welt!

Danach ist man rasch auf dem nächsten Gipfel, das Bärenköpfle 1463m.

Von hier geht es auf einem kleinen Pfad weiter und es kommt bald das erste Highlight dieser Tour.
Der Steineberg befindet sich schon auf 1683m und ist auf einem Leiternweg zu erreichen.

Man kann diese Leiter aber auch umgehen, indem man rechts den normal weg weiter folgt. dann muss man halt ein paar Meter wieder zurück laufen. Damit man dann auf dem Steineberg stehen kann.
Steineberg 1683 m 
Von hier an ist es eine wunderschöne Gratwanderung und rasch geht es weiter auf das Steineköpfle.
Steineköpfle 1669m
Der Weg ist von nun an schmal und von Zeit zu Zeit mit Drahtseilen versichert.


Ich liebe solche Wege! Ich komme gut voran und stehe bald auf dem Gipfel Nr. 5
Stuiben 1749m 
Auf dem Weg zum Sedererstuiben kam ich sogar in einen kurzen Graupelschauer. Aber die Aussicht ist trotz dem fehlenden Sonne genial hier oben.

Das weiter Ziel immer direkt vor den Augen geht es weiter. Immer etwas auf und ab mit kleinen Kletter Einlagen aber nichts gröberes. Rasch ist der Sederstuiben erreicht.
Sedererstuiben 1737 m
Es wird bald dunkel werden aber den Buralpkopf geht noch.
Buralpkopf 1772m
Das Wetter bessert sich langsam und es wird Zeit das Nachtlager auf zu stellen. Ich entschloss mich dazu direkt unterhalb des Buralpkopfes in einer schönen Windgeschützten Mulde. Doch der Sonnenuntergang muss noch genossen werden, bevor es zur Nachtruhe geht.





Gute Nacht ich freue mich schon auf den nächsten Tag!

Dauer: knappe 7 Stunden
Länge: ca.  15 km
Höhenunterschied: Rauf, 1584m runter; 600m
Einkehrmöglichkeitenen: Bergstation Mittag.