Sonntag, 11. März 2018

Eine Reise nach Korsika

Früh morgens geht es mit dem Auto los, über den San Bernadino ab nach Italien. Gleich probiere ich natürlich aus, was ich in einem 7 Stündigen Eco Fahrtraining kürzlich gelernt habe. Rollen lassen wenig bremsen und sich Zeitlassen! Funktioniert wirklich, auch bei meinem 9 Jahre alten Schnufi! Trotzdem bin ich sage und schreibe nach knappen 5 gemütlichen Staufreie Stunden und ohne Stress zu haben am Meer. Genauer gesagt in Savona.



Es ist traumhaft schön hier, auch wenn es immer wieder etwas regnet. Da ich genug Zeit habe, schnappe ich mir gleich ne Pizzeria und genieße eine Piza! Nach der Pizza noch einen guten italienischen Espresso. Natürlich trinke ich diesen draußen vor der Tür. Ist ja nicht kalt, es hat plus 12 Grad. Die Italiener rennen immer noch mit Winterkleidung rum 😊 !

Doch langsam wird es dunkel und es wird Zeit zum Hafen zufahren, ich löse meine hin und Rückfahrttickets direkt an der Fähre. Ich spare mir dadurch, 76 Euro, gegenüber Online Vorbuchen. Sollte man aber nicht in der Hauptsaison machen, dann sind die Fähren hoffnungslos ausgebucht!


Eine Stunde vor dem Einschiffen sollte man da sein, ich war gute 90 min vorher dort, weil ich eben noch die Tickets gekauft habe. Deswegen musste ich auch länger warten bis es endlich losging, aber dafür war ich einer der Ersten, die an Bord waren!

Im Nachtflug (Nachtschiff?) geht es nun rüber, währe eigentlich toll wenn man da auch ne Schlafkabine mitgebucht hätte, da ich aber davon ausging, nicht schlafen zu können, verzichtete ich darauf. Mir wurde dann, doch noch von einem mitreisender ein Bett angeboten. Sie hatte ja die ganze Kabine gemietet und es stehen halt zwei Betten drinnen. Ich nahm dieses Angebot an und kam zu der Überzeugung das ich doch darauf verzichten könnte. Hab kein Auge zugemacht da ich immer auf die Geräusche des Schiffes hörte. Und da gab es viele seltsame Geräusche! Heil froh war ich als der Wecker abging und ich mich aus der Kabine verdrücken konnte!
Bastia von Meer aus gesehen

In Korsika war alles noch Dunkel und ich wunderte mich wie genau der Kapitän dieser Großen Fähre, hier in Bastia ‘‘einparkte‘‘ oder wie man das auch immer im Seemannssprache ausspricht. Das Ausladen ging sehr rasch und unspektakulär von sich. Ich fuhr einfach den anderen nach und war dann mitten in Bastia. Mein geübtes Busfahrer Auge lies mich sofort ein kleines Bistro erspähen, an dem mit Breakfast geworben wurde! Blinker Rechts setzen, erstmal ein französisches Frühstück genießen! Ein guter schwarzer Kaffee und ein Croissant, oder zwei, dann war man(n) wieder gestärkt. Die Croissants sind hier fast so gut wie bei uns! 😊
Gestärkt geht es dann raus auf die korsischen Straßen! Erste Erkenntnis, ECO fahren kennt man hier nicht! Nur Vollgas, macht ja auch mehr Spaß bei diesen geilen kurvigen Straßen!!!! Mein erstes Ziel ist der Monte Cinto, der höchste Berg von Korsika, etwas mehr als 2700m hoch.


Ist das nicht Geil, man fährt am Strand entlang, biegt rechts ab und ist in mitten vom Gebirge!!

Schnee hatte ich ja erwartet, hab mich ja im Vorfeld erkundet, auch Winterbesteigungen des Monte Cinto seien möglich. Da die Gegend auch gerne von Skifahrern besucht wird, es gibt ja auch ein Skilift hier auf Korsika, machte ich mir da im keine Sorgen!! Winterbesteigungen bin ich schon gewohnt. Doch die Berichte der Einheimischen Vorort, waren nicht gerade ermutigend! Dann traf ich auch noch eine Gruppe Tiroler Bergsteiger, die wirklich gut ausgerüstet waren mit Steigeisen, Eispickel und Seil. Sie haben ca. 200 Meter unter dem Gipfel aufgegeben, weil es extrem eisig war und immer wieder Eis bzw. kleine Lawinen herunter donnerten.

Ok da ich ja alleine unterwegs bin, wird es wohl nichts von dieser Seite aus. Aber eine kleine Möglichkeit gibt’s ja noch, eventuell ist der Berg von der anderen Seite besser zu besteigen?
Also rein ins Auto und um den ganzen Berg herumfahren. Wieder ein kleines Stückchen zurück, und dann ab in das nächste Tal! Ein noch geileres Tal wie das vorherige, die Reifen lies ich ab und zu singen, das tut den alten latschen auch mal gut, nach all dem ECO fahren!
Und im Tal unten dieser Kleine Fluss mit glasklaren kalten Wasser!


Und im Tal unten dieser Kleine Fluss mit glasklaren kalten Wasser!



Nachdem ich auf der anderen Seite des Monte Cinto angekommen bin, gleich ab in das Tourismusbüro. Aber Enttäuschung, wird erst Ende März wieder geöffnet. Also zwei Häuser weiter in die örtliche Bar, da stehen ein paar sehr alte und kundige Korsiker drinnen. Mit keinem Wort Französisch, etwas englisch und italienisch und viel herum gerudere mit den Händen machte ich klar was ich hier im Sinne hatte! Ich brauchte kein Übersetzer, die Gesichtsausdrücke und die Gestik der Einheimischen sagten mir alles! No o no!
Also neuer Plan, erst mal auf die andere Seite der Insel, nach Calvi und einen neuen Plan machen. Wieder über diese tollen Bergstraße rauschen! Yhea! Aber nun gibt’s was Neues auf den Straßen! Vorsicht, Schweinchen! Nicht eins zwei, nein hunderte frei rumlaufende Hausschweinchen! Richtige Süße knuffelige Schweinchen, hätte am liebsten ein zwei eingepackt.

Man kommt aber auch durch sehr idyllische Waldstückchen durch.

Und hat dann urplötzlich hat man wieder das Meer vor sich.  Mit kleinen geheimnisvoll wirkende Buchten dessen Häuser wie kleine Piratenorte wirkten.

Nach unzähligen scharfen und weniger scharfen Kurven kam ich dann schließlich in Calvi an und rucki zucki hatte ich ein Hotel in der nähe vom Zentrum gefunden, was für korsische Verhältnisse sogar billig war. Morgen werde ich mir einen neuen Plan machen und hoffentlich bald die erste Wanderung.

Montag, 8. Januar 2018

Der Guggermülli 1736m im großen Walsertal, Schneeschuhwanderung.


Kaum einer kennt diesen kleinen Gipfel, in der Nähe der Kellerspitze. Als ich diesen Sommer mal auf der Kellerspitze oben war, dachte ich mir so nebenbei, das währe doch ein schönes Ziel mit den Schneeschuhen. Tja und nun im Jänner 2018 habe ich es mal ausprobiert. Gleich als erster Gipfel des Jahres. Eines vorweg, es geht gut mit Schneeschuhen und es ist toll. Anstrengend aber toll.
Es war, obwohl es Sonntag war und gutes Wetter, eine der einsamsten Wanderungen die ich jeh gemacht habe. Nicht einem Wanderer, oder Skitourengeher bin ich begegnet. Obwohl der Berg ideal dafür währe. Lawinensicher und schön. Ok. ich gebe zu Anstrengend war es schon. Vor allem aber auch wegen dem schönen warmen Wetter und leichten Föhn. Der Schnee war nämlich butter weich und matschig. Sehr kräfte raubend da zu laufen.
Gestartet bin ich vom Wanderparkplatz Marul aus, dieser sonst großer Parkplatz ist nun im Winter winzig klein. Man marschiert der Strasse entlang hoch Richtung Formarinsee, doch gleich nach dem Gasthaus Walserklause ( Ich sollte da mal Einkehren) geht es links hoch. Der Weg zeigt Richtung Kellerspitze. Man kommt gut voran es geht auf einer geteerten Gemeindestraße hoch. Bei einer scharfen rechts kurve gibt es die Möglichkeit den Weg durch eine Wiese abzukürzen. Natürlich nützte ich diesen Weg. Er ist recht steil und bei den stellen wo noch etwas Schnee liegt, extrem rutschig. Für die Schneeschuhe war es noch zu früh.
Dieser kleine Schneerutsch soll uns wohl mahnen immer Vorsichtig zu sein.
Bald ist man aber wieder auf der Gemeindestraße und es geht weiter Richtung Ahorn bzw Richtung Kellaspitze. Die Strasse macht dann einen scharfen links knick und danach geht es bald rechts einen schmalen weg hoch. Ab hier kann man die Schneeschuhe anzuziehen.

Hier an dieser Stelle war der Schnee noch hart und gut zu laufen. Der Weg scheint nicht oft begangen zu sein. Zum Glück kannte ich den weg schon vom Sommer her, den ab und zu musste ich schon den Weg suchen.

Es geht immer weiter hoch Richtung Kellaspitz bzw die Stafelfederalpe, das ist mein nächstes Ziel.
Kurz vor der Stafelfederalpe
Das Wetter war ein Traum, aber leider zu warm und der Schnee war Butterweich. Kräftezehrend zu laufen. Aber dank des Föhns war dafür die Fernsicht genial.
Es geht vorbei an der eingeschneiten Stafelfederalpe.

Hinter der Stafelfederalpe geht normal der Wanderweg links hoch Richtung Kellaspitze. Von diesem Weg war natürlich nichts zu sehen. Ich folge einer alten Schneeschuhspur am rande des Waldes weiter hoch und komme dabei mächtig ins schwitzen. Es geht aber trotz steilem Weg rasch hoch Höhenmeter um Höhenmeter und dann stehe ich oben auf dem Grat. Rechts geht es zur Kellaspitze hoch links zu meinem Ziel dem Guggermülli.

Ich laufe kurzerhand auf dem Grat weiter meinem Ziel entgegen und schon nach wenigen Minuten stehe ich oben auf dem schon längerem nicht mehr besuchten Gipfel!
Guggermülli 1736m
Keine Spuren im Schnee! Ganz alleine Stehe ich da oben und genieße die Aussicht.
Blick auf den Hohen Frassen
Zurück geht es nicht auf exakt dem selben Weg. Ich folge nicht mehr dem steilen Aufstiegsweg hinunter zur Stafelfederalpe, sondern nehme ein etwas Flacheren auf der andere Seite des Hanges. dieser führt direkt zu einer kleinen Jagdhütte.

Auch unter der Stafelfederalpe wählte ich den Güterweg für den weiteren Abstieg. Dieser führt direkt nach Marul hinunter und war leichter zu begehen.
Auf der guten Gemeindestraße kommt man dann wieder rasch hinunter zum Wanderparkplatz.

Dauer: ca. 4,5 Stunden
Länge: 10,23km
Anstieg: 780m
Abstieg: 784m
Einkehrmöglichkeit: Gasthof Walserklause

Sonntag, 7. Januar 2018

Das war mein Wanderjahr 2017

Habe im Jhare 2017 nicht viele Wanderungen machen können, aber es waren tolle und jede für sich ein Abenteuer.
Gesamt habe ich, 17 Bergwanderungen unternommen. Dabei war ich auf 23 Berggipfel, davon sind 16 von mir persönlich zum ersten mal bestiegen worden.
Viel Spaß mit meinem kleinen Clip mit Impressionen von 2017



Dienstag, 21. November 2017

Nagelfluhkette Tag zwei, die Tour der Schmerzen.


Den Sonnenaufgang habe ich total verschlafen. Als ich aufstand und das Zelt abbaute, lachte die Sonne bereits vom Himmel herunter. Leider musste ich nach den ersten Meter Abwärts laufen gleich mal merken das mein linkes Knie wieder mal etwas verstimmt war und mir schmerzen bereitet. Egal Sagte ich zu mir, ich muss weiter, hier in der "Wildnis" gibt’s eh keine andere Möglichkeit.
Mein nächstes Gipfelziel ist rasch erreicht, den Gündleskopf 1748m.
Gündleskopf 1748m
Von hier geht es erst mal wieder ein paar Höhenmeter runter, mein Knie schmerzt hier extrem obwohl ich versuche mein Linkes Bein nicht zu belasten. Selbst beim rauf laufen auf das Rindalphorn schmerzte mein Knie. Erste Gedanken über einen Vorzeitigen Abbruch gehen mit durch den Kopf. Ich quäle mich ein bisschen den Berg hoch, ist auch relativ Steil. Immer wieder höre ich Gämse herum tollen, sehe sie aber nicht.
Als ich das Rindalphorn 1822m endlich erreichte kamen Glücksgefühle in mir auf, Toller Berg, Sensationelle Aussicht!

Nach einer kleinen Verschnaufpause und einem Schwätzchen mit einer jungen sportlich Frau, die mir beim Abstieg davon lief, ging es für mich weiter über den Gelchenwanger Kopf
Gelchwanger Kopf 1805
Von hier weg geht es mir wieder etwas besser und der Hocchgrat kommt näher. Das ist ja der vermutlich meist besuchte Gipfel der Nagelfuhkette. Man sieht es auch auf meinem Foto! Nebenbei ist es auch noch der Höchste Gipfel der Bergkette.
Hochgrat 1834m
Das Panorama hier oben ist Genial, ich verstehe die Leute die hier hoch wollen, auch wenn sie nur mit der Bahn Hochfahren!


Beim Abstieg vom Hochgrat zur Hochgratbahn schmerzt mein Knie wieder extrem und ich komme sehr langsam voran. Wieder flammten Gedanken hoch, soll ich hier abbrechen und mit der Bahn runter fahren? Sehnsüchtig blickten meine Blicke weiter in Richtung Westen. Da drüben ist die Grenze zu Österreich, da ist der Falken und der Hochhäderich! Ist nicht mehr weit weg.
Komm, sag ich zu mir selber, ich geh noch ein paar Meter und schau mal wie der Weg weiter geht! gesagt getan und ich lief ein bisschen weiter. Ohne Probleme geht es weiter. Der Weg ist für Touristen gemacht worden.

Kurz entschlossen entschied ich mich, einen Gipfel nehme ich noch, und dann kann ich immer noch umdrehen. Sobald es etwas aufwärts oder gerade dahin geht, sind auch die Schmerzen wieder weg. trotzdem gehe ich extrem vorsichtig und langsam weiter.
So quäle ich mich so langsam auf den nächsten Gipfel, den Seelekopf 1663m.
Seelekopf 1663m
Ein unscheinbarer Grashügel, aber ein Gipfel mehr. Ohne nur eine Sekunde nach zudenken ging ich weiter Richtung Heimat. Richtung Österreich. Abwärts musste ich arg die Zähne zusammen beißen. Ich beiße mich weiter durch, den Hohenfluhalpkopf 1636m und der Rohnehöhe 1641m beachte ich gar nicht. Egal ich werde diese Tour wieder wiederholen bestimmt. Dann werden auch diese Gipfel beachtet.
Mit zusammen gekniffenden Zähne schlepp ich mich weiter zum Falken 1564m.
Falken 1564m
Auf einem wunderschönen Gratweg, der zum teil Stahlseil gesichert ist, geht es weiter in Richtung Hochhäderich. Mit schmerzen im Knie schlepp ich mich vorwärts, genießen konnte ich diesen Schönen Weg leider nicht. Aber ich komme bestimmt wieder!! Erleichtert war ich als ich den Hochhäderich endlich vor mir war.
Hochhäderich 1565m
In der Hochhäderich Hütte die direkt unterhalb des Gipfels ist, genehmige ich mir ein Essen und entdecke direkt über dem Eingang ein cooles Vogelnest.

Schon cool was man alles erleben kann auf einer Wanderung.
Auf direkten Weg gehe ich nun hinunter nach Hittisau von wo ich mich mit dem Öffi hinaus ins Rheintal fahren lasse.

Einkehrmöglichkeiten; Hochhäderich Hütte und Hochbergbahn.
Dauer ca: 7 Stunden